Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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50 Sntzzen aus Velgten.

Es konnte Gefahr dabei ſeyn, das Abenteuer weiter

zu treiben, aber es konnte auch zum Gluͤcke oder viel⸗ mehr zu dem fuͤhren, was die ungezuͤgelte Gluth war⸗ mer und jugendlicher Herzen dafuͤr haͤlt, und komme was da wolle, er war entſchloſſen, nicht davor zu⸗ ruͤckzubeben.

Verſunken in dieſe beunruhigenden Betrachtungen

bemerkte er nicht, daß der Prieſter vom Altare ſchritt,

in die Sakriſtei ging, und die Gemeinde nach und nach die Kirche verließ. Er erblickte blos den einzi⸗ gen Gegenſtand ſeiner angeſtrengten Aufmerkſamkeit, und bemerkte ſelbſt nicht, daß ihre Gefaͤhrtinnen die Emporgallerie verlaſſen hatten, und ſie allein noch zu⸗ gegen war.*

Sein Freund, der ihn ſeit einigen Minuten ge— nauer beobachtet hatte, brachte ihn endlich zur Beſin⸗ nung, und nekte ihn heimlich uͤber ſeine Traͤumereien und die geſpannte Art womit er auf die zuruͤckgeblie⸗ bene Nonne blickte, die in die tiefſte Andacht verſenkt zu ſeyn ſchien. Somit aus ſeinem Verlorenſeyn zu ſich ſelbſt gebracht, bereitete ſich der junge Mann, ſei⸗ nen Freund zu begleiten, indem er ſich des Ernſtes ſchaͤmte, den er verrathen hatte, und den er doch nicht von ſich abſtreifen konnte.

Schon ſtanden ſie im Begriff ihre Pläͤtze und die unterdeſſen ganz leer gewordene Kirche zu verlaſſen, ſchon hatte der Freund des jungen Liebenden einige

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