Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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16 Skizzen aus Belgien.

voͤllig unter einander, daß der bloße Begriff einer Begraͤnzung ſchon als unklug erſcheint.

Indem ich ſo dem ſandigen Hohlwege nachſchlen⸗ derte, der von Caſſel nach Poperingen fuͤhrt, ſuchte ich vergebens nach der Graͤnzlinie. Die erſtere Stadt hatte fruͤher, bis zur letzten Theilung dieſes Stuͤck⸗ chens von Europa, zu Flandern gehoͤrt, ob ſie gleich in Frankreich liegt. Es wird dort ausſchließlich, außer, wo es die Bequemlichkeit der Fremden gilt, flam⸗ laͤndiſch geſprochen. Wie ich tiefer in's Land kam, ver⸗ ſtanden die Bauern keine andere Sprache, und bei der geringen Kenntniß, die ich davon beſaß, konnte ich nur mit Muͤhe meinen Weg fortſetzen. Kein einziger von Allen, die ich fragte, war im Stande, mir das, wonach ich mich erkundigte, zu beantworten oder zu beſchreiben. Einige gaben mir zu verſtehen, daß ſie mich nicht verſtaͤnden. Andere ſagten mir, daß ich noch in Frankreich ſey, daß ich aber, wenn ich nur weiter ginge, gewiß nach Belgien kommen werde. Ein Mann erklaͤrte mir die Graͤnze als einen ſchma⸗ len Graben, der irgend wo da herum in dem Boden ſich befinde; den wahren Ort aber, wo er vorhanden, konnte ich nicht erforſchen.

Endlich gab ich die Sache auf und ging weiter durch fruchtbare Fluren, die trotz ihres außerordentli⸗ ches Anbau's, doch wie ausgetrockneter Moraſt ſich