Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Sinleitung. 9

ſche Maͤchte, die alle in Sitten und Gebraͤuchen him⸗ melweit von einander verſchieden waren, haben bei den Belgiern unverkennbare Spuren von Unſelbſtaͤn⸗ digkeit zuruͤckgelaſſen, welche die Zeit und eine einzige und kurze Aera der Freiheit modificirt hat. Der An⸗ ſtrich jeder einzelnen Tyrannei vermiſcht ſich mit den glaͤnzenden Farben der Freiheit, und ihre Fehler tref⸗ fen mit Muth, Menſchlichkeit, Induſtrie und Stolz zuſammen.

Die Niederlande bilden in dieſem Augenblicke ein neues Reich, und ihre verſchiednen Provinzen ſind zum erſtenmale ein anerkannter, unabhaͤngiger, un be⸗ ſtrittener Staat. In dieſer Hinſicht werden ſie ein Gegenſtand von ganz beſonderm Intereſſe. Sie beſi⸗ tzen moraliſche Verſchiedenheiten im Verhaͤltniß mit ihrer buntſcheckigen Landſchaft. Sie kennen jetzt ihre eignen Graͤnzen, ihre Herren und ihre Geſetze. Un ter dem begeiſternden Einfluſſe einer conſtitutionellen Regierung, eines liberalen Koͤnigs und eines tapfern Thronfolgers, nehmen ſie jetzt einen Stand ein, ver⸗ ſprechen einen bleibenden Platz zu behaupten unter aden Nationen, und erfuͤllen mich zugleich mit Theil⸗ nahme und Vorliebe, die Umriſſe eines Bildes zu zeich⸗ nen, das eine geſchicktere Hand zu ſeiner Zeit ausfuͤl⸗ len und vollenden wird.

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