Teil eines Werkes 
33.-36. Bändchen (1850)
Entstehung
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Fleiſch Fetzen um Fetzen, meine ganze Ewigkeit Stunde für Stunde hinzugeben!

Raoul, Raoul, habet Mitleid!

Ich liebte Euch ſo ſehr, Louiſe, daß mein Herz todt iſt, daß mein Glaube wankt, daß meine Augen er⸗ löſchen; ich liebte Euch ſo ſehr, daß ich weder auf Er⸗ den, noch im Himmel mehr etwas ſehe.

Raoul, Raoul, mein Freund, ich beſchwöre Euch, ſchonet meiner! rief la Vallisre.Oh! wenn ich ge⸗ wußt hätte...

Es iſt zu ſpät, Louiſe, Ihr liebet, Ihr ſeid glück⸗ lich; ich leſe dieſe Freude durch Eure Thränen; hinter den Thränen, welche Eure Reellichkeit vergießt, fühle ich die Seufzer, die Eure Liebe aushaucht. Louiſe, Louiſe, Ihr habt aus mir den Letzten der Menſchen ge⸗ macht. Geht, ich beſchwöre Euch. Gott befohlen!

Verzeiht mir, Naoul, verzeiht mir, ich flehe Euch an. 5

Ei! habe ich nicht mehr gethan? Habe ich Euch nicht geſagt, ich liebe Euch immer noch?

Sie verbarg ihr Geſicht in ihren Händen.

Und Euch dies ſagen, begreift Ihr, Louiſe? Euch es ſagen in einem ſolchen Augenblick, Euch es ſa⸗ gen, wie ich es ſage, heißt Euch mein Todesurtheil ausſprechen. Gott befohlen!

La Vallière wollte ihre beiden Hände gegen ihn ausſtrecken.

Wir dürfen uns in dieſer Welt nie mehr ſehen, ſprach er.

Sie wollte aufſchreien: er verſchloß ihr den Mund mit der Hand. Sie küßte dieſe Hand und wurde ohn⸗ mächtig.

Olivain, ſagte Raoul,nehmt dieſe junge Dame und tragt ſie in ihre Sänfte, die vor der Thüre ihrer harrt.,.

Olivain hob ſie auf, Raoul machte eine Bewegung, um ſich auf la Vallière zu ſtürzen, um ihr den erſten *