Teil eines Werkes 
33.-36. Bändchen (1850)
Entstehung
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Ende dieſes Weges zu erreichen, o Herr! bin ich allein, bin ich verzweiflungsvoll, bin ich vernichtet!

Ohl Unglücklicher!..

Raoul war ſo weit in ſeinen düſteren Betrachtun⸗ gen, als ſich ſein Fuß maſchinenmäßig auf die Schwelle ſeines Hauſes ſetzte. Er war hieher gekommen, ohne die Straßen zu ſehen, durch die er ging, ohne zu wiſ⸗ ſen, wie er gekommen; er ſtieß die Thüre auf, ſchritt weiter und ſtieg die Treppe hinauf.

Wie bei den meiſten Häuſern jener Zeit, war die Treppe finſter, waren die Ruheplätze dunkel. Raoul wohnte im erſten Stock; er blieb ſtehen, um zu läuten. Olivain erſchien und nahm ihm Degen und Mantel ab. Raoul öffnete ſelbſt die Thüre, welche von einem Vorzimmer in einen für einen jungen Mann ziemlich reich meublirten Salon führte; dieſer Salon war von Olivain ganz mit Blumen ausgeſchmückt; der Diener kannte den Geſchmack ſeines Herrn und hatte ſich be⸗ eifert, ihn zu befriedigen, ohne ſich darum zu beküm⸗ mern, ob er dieſe Aufmerkſamkeit wahrnähme oder nicht wahrnähme.

Es war in dem Salon ein Portrait von la Val⸗ lière, das la Vallière ſelbſt gezeichnet und Raoul ge⸗ ſchenkt hatte. Dieſes Portrait, das über einer großen mit dunkelfarbigem Damaſt überzogenen Chaiſe⸗longue hing, war der erſte Punkt, gegen den ſich Raoul wandte, der erſte Gegenſtand, auf den er die Augen heftete. Raoul gab übrigens ſeiner Gewohnheit nach; es war bei ihm dieſes Portrait, was vor Allem ſeine Augen auf ſich zog. Diesmal, wie immer, ging er gerade auf

das Portrait zu, ſtützte ſeine Kniee auf die Chaiſe⸗

longue und ſchaute es traurig an.

Er hatte die Arme über der Bruſt gekreuzt, den Kopf ſachte emporgehoben, das Auge ruhig und ver⸗ ſchleiert und den Mund durch ein bitteres Lächeln zu⸗ ſammengezogen.

Er betrachtete das angebetete Bild; dann durch⸗