Teil eines Werkes 
29.-32. Bändchen (1849)
Entstehung
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gen den Herrn, der die Beute hinwerfen konnte, keck gegen die Hunde, die ihm dieſe Beute hätten ſtreitig machen können.

Herr Vanel hatte unter ſeinem Arm einen um⸗ fangreichen Pack Acten, er legte ihn auf den Schreib⸗ tiſch, auf dem die beiden Ellenbogen von Colbert deſſen Kopf ſtützten.

Guten Tag, Herr Vanel, ſagte dieſer, aus ſei⸗ nem Nachſinnen erwachend. 4

Guten Tag, Monſeigneur, erwiederte Vanel, mit ganz natürlichem Tone. 4

t Mein Herr, müßt Ihr ſagen, entgegnete Colbert anft. 3Mann nennt Monſeigneur die Miniſter, ſprach Vanel mit unſtörbarer Kaltblütigkeit,Ihr ſeid Mi⸗ niſter.

Noch nicht.

Factiſch, und ſo nenne ich Euch Monſeigneur;

überdies ſeid Ihr mein Gebieter, und das genügt mir;

mißfällt es Euch, daß ich Euch vor der Welt ſo nenne, ſo erlaubt mir, Euch dieſen Titel unter vier Augen zu eben.

4 Colbert erhob den Kopf bis zur Höhe der Lampen und las oder ſuchte in dem Geſichte von Vanel zu le⸗ ſen, wie viel Antheil an dieſer Ergebenheitsbetheurung die Aufrichtigkeit habe.

Aber der Rath wußte das Gewicht eines Blickes auszuhalten, und war dieſer Blick auch der von Mon⸗ ſeigneur. 1

Colbert ſtutzte. Er hatte nichts auf dem Geſichte von Vanel geleſen. Vanel konnte ehrlich ſein. Colbert bedachte, daß dieſer Untergeordnete dadurch höher ſtand, als er, daß er eine ungetreue Frau hatte.

4 In dem Augenblick, wo er von Mitleid über das Schickſal dieſes Mannes ergriffen wurde, zog Vanel aus ſeiner Taſche kalt ein mit ſpaniſch Wachs geſiegel⸗

es wohlriechendes Billet und reichte es Monſeigneur.

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