Teil eines Werkes 
25.-28. Bändchen (1849)
Entstehung
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18 VI.

Wie es erſprießlich iſt, zwei Faiten an ſeinem

Bogen zu haben.

Manicamp verließ die königlichen Gemächer ganz

glücklich, daß ihm ſein Verfahren ſo wohl gelungen,

als er ſich da er unten an die Treppe kam und au einem Thürvorhang vorüberging, plötzlich an einem Aermel ziehen fühlte.

Er wandte ſich um und erkannte Montalais, die ihn ſo auf dem Wege erwartete und geheimnißvoll, den Körper vorgebeugt und die Stimme gedämpft, zu ihm ſagte:— „Mein Herr, ich bitte Euch, kommt geſchwinde.“

„Wohin, mein Fräulein?“ fragte Manicamp. 3

„Ein wahrer Cavalier hätte nicht dieſe Frage an mich gerichtet, er wäre mir gefolgt, ohne irgend einer Erklärung zu bedürfen.“ „ Wohl, mein Fräulein, ich bin bereit, mich als wahrer Cavalier zu benehmen.“

„Nein, es iſt zu ſpät, und es gebührt Euch nicht das Verdienſt davon. Wir gehen zu Madame, kommt.“

„Ah! ah!“ verſetzte Manicamp.„Gehen wir zu Madame.“

Und er folgte Montalais, welche leicht wie Gala⸗ tea vor ihm herlief. 3

„Diesmal,“ ſagte Manicamp, während er ſeiner Führerin folgte, zu ſich ſelbſt,„diesmal glaube ich nicht, daß die Jagdgeſchichten gut angebracht wären. Wir wer⸗ den es indeſſen verſuchen, und im Falle der Noth, mei⸗ ner Trew', im Falle der Noth finden wir etwas Anderes.“

Montalais lief fortwährend. 3