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„Derjenige, welcher ſich duellirt, iſt aber ein Straf⸗ barer, mein Herr.“
„Nicht für mich, Sire,“ erwiederte d'Artagnan mit kaltem Tone.
„Mein Herr, wißt Ihr wohl, was Ihr ſprecht?“ rief der König.
„Vollkommen, Sire; doch in meinen Augen, Sire, iſt ein Mann, der ſich gut ſchlägt, ein braver Mann. Das iſt meine Anſicht; Ihr könnt eine andere haben; ganz natürlich, Ihr ſeid der Gebieter.“
„Herr d'Artagnan, ich habe befohlen...“
D Artagnan unterbrach den Koöͤnig mit einer ehr⸗ erbietigen Geberde und erwiederte:
„Ihr habt mir befohlen, Nachforſchungen über einen Zweikampf anzuſtellen, Sire; ich habe es gethan und Euch Bericht erſtattet. Befehlt Ihr mir, den Gegner von Herrn von Guiche zu verhaften, ſo werde ich ge⸗ horchen; befehlt mir aber nicht, ihn anzuzeigen, denn diesmal würde ich nicht gehorchen.“
„Nun! ſo verhaftet ihn.“
„Nennt mir denſelben, Sire.“
Ludwig ſtampfte mit dem Fuß.
Dann, nachdem er einen Augenblick nachgedacht, ſprach er:
„Ihr habtzehnmal, zwanzigmal, hundertmal Recht.“
„Das iſt meine Anſicht, Sire, und ich bin glück⸗ lich, daß es zugleich auch die Eurer Majeſtät iſt.“
„Noch ein Wort... Wer hat Guiche Hülfe ge⸗ leiſtet 2“
„Ich weiß es nicht.“
„Ihr ſprachet aber von zwei Männern. Es war alſo ein Zeuge dabei?“
„Es war kein Zeuge dabei... Mehr noch. ſobald Herr von Guiche gefallen war, entfloh lein Geg⸗ ner, ohne ihm nur zutfernt beizuſtehen. 4
„Der Elende!
„Ohl Sire, das iſt die Folge Eurer Edicte. Man


