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„Ohl wie Unrecht habt Ihr, Athos, daß Ihr Eurem Urſprung und der Beſtimmung Eurer Seele lügt. Die Leute von Eurem Schlag ſind gemacht, um bis zum letzten Tag in der Fülle ihrer Fähigkeiten fortzuſchreiten. Seht hier meinen alten Degen von la Rochelle, dieſe ſpaniſche Klinge; ſie diente dreißig Jahre gleich voll⸗ kommen. An einem Wintertag ſiel ſie auf den Mar⸗ mor des Louvre und zerbrach. Man hat mir ein Jagdmeſſer daraus gemacht, das noch hundert Jahre dauern wird. Ihr, Athos, mit Eurer Rechtſchaffen⸗ heit, mit Eurer Offenherzigkeit, mit Eurem kalten Muth und Eurer ſoliden Bildung ſeid der Mann, den man braucht, um die Könige zu belehren und zu
lenken. Bleibt hier: Herr Fouquet wird nicht ſo lange währen, als meine ſpaniſche Klinge.“
„Geht doch,“ erwiederte Athos lächelnd,„das iſt mein d'Artagnan, der, nachdem er mich zum Himmel erhoben, eine Art von Gott aus mir gemacht hat, mich aus dem Olymp herabwirft und auf der Erde abplattet. Ich habe einen höheren Ehrgeiz. Miniſter ſein, Slkave ſein, laßt das! Bin ich nicht größer? ich bin nichts. Ich erinnere mich, daß Ihr mich den großen Athos nanntet. Ohl ich fordere Euch auf, mir dieſes Epithe⸗ ton zu beſtätigen, wenn ich Miniſter wäre. Nein, nein, ich gebe mich nicht ſo preis.“
„Dann ſprechen wir nicht mehr davon; ſagt Euch von Allem Ps, ſelbſt von der Verbruderung.“
3 11551 theurer Freund, was Ihr da ſprecht, iſt faſt art.“
D'Artagnan drückte Athos lebhaft die Hand und
„Nein, nein, ſagt Euch ohne Furcht los. Raoul kann Eurer entbehren, ich bin in Paris.“
„Nun wohl! dann werde ich nach Blois zurückkehren. Dieſen Abend nehmt Ihr von mir Abſchied; morgen bei Tagesanbruch ſteige ich zu Pferde.“
„Ihr koͤnnt nicht allein nach Eurem Hotel zurück⸗
rief:


