wilden Hinreißen zu widerſtehen. Nun wohl! Wardes der Vater, mit ſeinem Racemuth, mit ſeinem beißigen Muth beſchäftigte mich lange, und ich erinnere mich, daß meine Finger beim Ausgang des Kampfes ermüdet waren.“
„Ich ſagte es Euch wohl,“ verſetzte Athos,„der Sohn wird Raoul fortwährend aufſuchen und ihn am Ende treffen, denn man findet Raoul leicht, wenn man ihn ſucht.“—
„Einverſtanden, mein Freund, doch Raoul rechnet gut; er grollt Wardes nicht, wie er geſagt hat: er wird warken, bis er herausgefordert wird, dann iſt ſeine Stellung gut. Der König kann nicht ärgerlich werden; überdies werden wir erfahren, welches Mittel
anzuwenden iſt, um den Koͤnig zu beſchwichtigen. Doch
warum dieſe Befürchtungen, dieſe Beſorgniſſe bei Euch, der Ihr Euch nicht ſo leicht beunruhigen laßt?“
„Hört: Alles beunruhigt mich. Raoul ſoll morgen den König ſehen, der ihm ſeinen Willen in Beziehung auf eine gewiſſe Heirath ausſprechen wird. Raoul wird ſich erzürnen, wie ein Verliebter, was er iſt, und iſt er einmal in ſeiner üblen Laune und trifft Wardes, ſo wird die Bombe zerplatzen.“
„Wir werden das Jerplatzen verhindern, lieber Freund.“
„Ich nicht, denn ich will nach Blois zurückkehren. Alle dieſe geſchminkte Hofeleganz, alle Reſe Intriguen ekeln mich an. Ich bin kein junger Mann mehr, um die Aermlichkeiten von heute mitzumachen. Ich habe in dem großen Buche Gottes viele Dinge geleſen, welche zu ſchön und zu umfangreich ſind, um mich mit Intereſſe mit den kleinen Phraſen beſchäftigen zu kön⸗ nen, die ſich dieſe Menſchen zuflüſtern, wenn ſie ſich betrügen wollen. Mit einem Wort, ich langweile mich in Paris überall, wo ich Euch nicht habe, und da ich Euch nicht immer haben kann, ſo will ich nach Blois Zurückkehren.“ 8
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