Teil eines Werkes 
11.-14. Bändchen (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

30

„Und unſer junger Mündel?“

„Raoul?“

„Ja.“

„Es ſcheint, er hat die Gewandtheit ſeines Vaters Athos und die Stärke ſeines Vormunds Porthos ge⸗ erbt.“

„Bei welcher Gelegenheit konntet Ihr das beur⸗ theilen?“

„Eil mein Gott, den Tag vor meiner Abreiſe.“

„Wahrhaftig?“.

„Ja, es fand eine Hinrichtung auf der Gréve ſtatt und in Folge dieſer Hinrichtung ein Aufruhr. Wir be⸗ fanden uns bei dem Aufruhr und in Folge des Auf⸗ ruhrs mußte man mit dem Degen ſpielen, und bei dieſer Gelegenheit hat er ſich herrlich benommen.“

„Bahl und was hat er gethan?“ fragte Porthos.

„Einmal hat er einen Mann aus dem Fenſter ge⸗ worfen, als ob es ein Ballen Baumwolle geweſen wäre.“

3„Oh! ſehr gut,“ rief Porthos.

„Dann hat er vom Leder gezogen und um ſich ge⸗ hauen, wie wir es in unſeren ſchonen Tagen thaten.“

„Und bei welcher Veranlaſſung fand dieſer Aufruhr

ſtatt?“ fragte Porthos. D'Artagnan bemerkte in dem Geſichte von Aramis

. eine völlige Gleichgültigkeit bei dieſer Frage von Porthos.

„Ah!“ ſagte er, indem er Aramis anſchaute,„bei Gelegenheit der zwei Steuerpächter, welche der König das Geraubte wieder herausgeben ließ, ich meine die zwei Freun de von Herrn Fouquet, die man henkte.“

Kaum deutete ein leichtes Runzeln der Stirne des Prälaten an, daß dieſer gehört hatte.

„Hohol“ machte Porthos,„und wie hießen die Freunde von Herrn Fouquet?“ 1

„D'Emmeris und Lyodot,“ ſagte vArtagnan.

„Kennt Ihr dieſe Namen, Aramis?“. „Nein,“ antwortete mit veraͤchtlichem Ton der

4