darf ſich alſo nicht uͤber den Anzug wundern, da er mit der Eigenſchaft im Einklang ſteht.“
„Geht doch, Ihr, ein Musketier!“
„Ihr habt nicht Recht, mein Freund, ich habe mei⸗ nen Abſchied genommen.“.
„Bah!“
„Ah! mein Gott, ja!“
„Und Ihr habt den Dienſt verlaſſen?“
„Ich habe quittirt.“
„Ihr habt den König verlaſſen?“
„Ganz und gar.“
Porthos ſtreckte die Arme zum Himmel empor, wie ein Menſch, der eine unerhörte Neuigkeit erfährt.
„Oh! das bringt mich ganz in Verwirrung,“ ſagte er.
„Es iſt dennoch ſo.“
„Und was vermochte Euch hiezu zu beſtimmen?“
„Der König hat mir mißfallen, Mazarin war mir ſchon ſeit langer Zeit widerwärtig, und ſo warf ich meine Kaſake in die Neſſeln.“
„Aber Mazarin iſt todt.“ 3
„Ich weiß es, bei Gott! wohl, nur war zur Zeit ſeines Todes die Entlaſſung ſchon ſeit zwei Monaten erbeten und angenommen. Da ich ſodann meine Frei⸗ heit hatte, eilte ich nach Pierrefonds, um meinen lieben Porthos zu ſehen. Ich hörte von der glücklichen Ein⸗ theilung ſprechen, die Ihr mit Eurer Zeit getroffen habt, und wollte auf vierzehn Tage die meinige nach der Eurigen eintheilen.“
„Mein Freund, Ihr wißt, daß Euch das Haus nicht nur für vierzehn Tage geöffnet iſt, ſondern für ein Jahr, für zehn Jahre, für das Leben.“
„Ich danke, Porthos.“
„Ah! ſprecht, braucht Ihr nicht Geld?“ fragte
Porthos, indem er etliche und fünfzig Louis d'or klingen
ließ, die ſeine Hoſentaſche enthielt.„Ihr wißt, daß ich
pepeit bin?“


