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einen Brocken von dem Geheimniß zu ergattern, das ſein Herr ſo gut verbarg. Liſt, Minen, Rathſchläge und Fallen, Alles war vergeblich; d'Artagnan war zu keiner Vertraulichkeit zu bewegen.
So verging der Abend. Nach dem Eſſen beſchäf⸗
tigte d'Artagnan ſein Mantelſack; er machte einen Gang in den Stall, ſtreichelte ſein Pferd und unter⸗ ſuchte ſeine Hufeiſen und ſeine Beine; dann, nachdem er ſein Geld noch einmal gezählt, legte er ſich zu Bette, wo er, da er weder von einer Unruhe, noch von Ge⸗ wiſſensbiſſen heimgeſucht war, fünf Minuten, nachdem er ſeine Lampe ausgeblaſen hatte, die Augenlider ſchloß und ſchlief wie in ſeinem zwanzigſten Jahre.
Viele Ereigniſſe hätten ihn jedoch wach halten können. Die Gedanken brauſten in ſeinem Gehirn, die Muthmaßungen überſprudelten, und d'Artagnan liebte es ungemein, die Nativität zu ſtellen; doch mit jenem unſtörbaren Phlegma, das mehr als das Genie für das Glück der Leute der Thätigkeit wirkt, verſchob er jede Ueberlegung auf den andern Tag, aus Furcht, wie er ſich ſelbſt ſagte, er könnte zu dieſer Zeit nicht friſch genug ſein. 8 Der Tag kam. Die Rue des Lombards hatte ihren
Antheil an Aurora mit den roſigen Fingern, und d'Ar⸗ tagnan erhob ſich wie das Frühroth.
Er weckte Niemand auf, ging die Treppe hinab, ohne eine Stufe krachen zu machen, ohne ein einziges Geſchnarche vom Speicher bis zum Keller zu ſtoren, ſattelte ſein Pferd, verſchloß wieder Stall und Laden, und ritt im Schritt zu ſeiner Expedition in der Bre⸗ tagne weg. 3
Er hatte ſehr Recht gehabt, daß er am Tage vor⸗ her nicht an alle die politiſchen und diplomatiſchen An⸗ gelegenheiten dachte, die ſeinen Geiſt in Anſpruch nahmen, denn am Morgen in der Kühle und in der ſanften
Dämmerung fühlte er ſeine Ideen rein und fruchtbar
ſich entwickeln. 8
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