Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1848)
Entstehung
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„Unnöthig, mein lieber Herr Colbert,“ entgegnete d'Arkagnan, der ſich innerlich über die Verwirrung freute, die er in die Gedanken von Colbert brachte;„die An⸗ weiſung iſt bezahlt.“

„Bezahlt! durch wen?“

„Durch den Oberintendanten.“

Colbert erbleichte.

„Erklärt Euch,“ ſagte er mit gepreßter Stimme; „wenn Ihr bezahlt ſeid, warum zeigt Ihr mir das Papier?“

„Folge des Befehls, von dem Ihr ſo eben ſo treu⸗ herzig ſprachet, Herr Colbert; der König befahl mir ein Quartal von der Penſion zu erheben, die er mir gnädigſt ausſetzen will...“.

„Bei mir?“ 4

„Nicht gerade. Der König ſagte mir:„„Geht zu Herrn Fouquet; der Oberintendant wird vielleicht kein Geld haben, dann geht zu Herrn Colbert.“«

Das Geſicht von Colbert heiterte ſich einen Augen⸗ blick auf; doch es war mit ſeiner unglückſeligen Phy⸗ ſiognomie, wie mit dem ſtürmiſchen Himmel, der bald ſtrahlend, bald düſter wie die Nacht erſcheint, je nach⸗ dem der Blitz glänzt, oder die Wolke vorüberzieht.

„Und... es fand ſich Geld beim Oberintendan⸗ ten?“ fragte er..

„Nicht wenig Geld,“ erwiederte d'Artagnan,„ſo muß ich wenigſtens glauben, da Herr Fouquet, ſtatt mir ein Quartal von fünftauſend Livres zu bezahlen...“

„Ein Quartal von fünftauſend Livres,“ rief Col⸗ bert ebenſo verwundert, als es Fouquet geweſen, über den Umfang einer Summe, mit der der Dienſt eines

Spoldaten bezahlt werden ſollte;„das würde alſo eine Penſion von zwanzigtauſend Livres machen?“

„ Ganz richtig, Herr Colbert; Teufel! Ihr rechnet

wie der ſelige Pythagoras; ja, zwanzigtauſend Livres.“

„Zehnmal der Gehalt eines Intendanten der Fi⸗ 3.—— 5