Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1848)
Entstehung
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der Rue de la Hucheſſe einen braven Mann, der ein fettes Huhn verlangte, getödtet hat?“

„Ja, Herr, derſelbe.“

„Und dieſer Menneville rief auch: Es lebe Colbert! er auch?“

„Stärker als alle Andere... wie ein Wü⸗ thender.“

Die Stirne von Colbert wurde wolkig und über⸗ zog ſich mit Runzeln. Die Glorie des Ehrgeizes, welche ſein Geſicht beleuchtete, erloſch wie das Feuer der Johanniswürmchen, die man unter dem Gras zer⸗ tritt.

„Was ſagtet Ihr denn,“ ſprach der enttäuſchte Intendant,„die Initiative ſei vom Volk gekommen? Menneville war mein Feind, ich hätte ihn henken laſ⸗ ſen, er wußte es wohl; Menneville war im Solde des Abbé Fouquet... die ganze Sache kommt von Fou⸗ quet; weiß man nicht, daß die Verurtheilten ſeine Ju⸗ gendfreunde waren?“

„Das iſt wahr,“ dachte d'Artagnan,„und ich habe nun Aufklärung über meine Zweifel. Ich wiederhole, Herr Fouquet kann ſein, was man will, doch er iſt ein galanter Mann.“

„Und,“ fuhr Colbert fort,„Ihr glaubt ſicher zu

ſein, daß Menneville todt iſt?“

D'Artagnan dachte, es ſei dies für ihn der Augen⸗ blick, aufzutreten. 8

„Vollkommen, mein Herr,“ erwiederte er vor⸗ ſchreitend.

„Ah! Ihr ſeid es?“ ſagte Colbert.

„In Perſon,“ antwortete der Musketier mit ſeinem ungezwungenen Ton;„es ſcheint, Ihr hattet in Menne⸗ ville ein hübſches Feindchen.“.

„Nicht ich, mein Herr, hatte einen Feind, ſondern der König.“

„Doppeltes Thier!“ dachte»'Artagnan,„Du ſpielſt den Hochmuthigen und den Heuchler gegen mich.„Nunl!“

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