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„Oh! Herr!“
Fouquet zog von ſeinem Finger einen Diamant ungefähr im Werth von tauſend Piſtolen und ſprach:
„Mein Herr, dieſer Stein hier wurde mir von einem Jugendfreund geſchenkt, von einem Mann, dem Ihr einen großen Dienſt geleiſtet habt.“
Die Stimme von Fouguet bebte merklich.
„Ich! einen Dienſt!“ verſetzte der Musketier;„ich habe einem Eurer Freunde einen Dienſt geleiſtet!“
„Ihr könnt ihn nicht vergeſſen haben, mein Herr, denn es iſt erſt heute geſchehen.“
„Und dieſer Freund heißt?“
„D'Emeris.“
„Einer von den Verurtheilten?“
„Ja, eines von den Opfern. Nun, Herr d'Artag⸗ nan, ich bitte Euch, für den Dienſt, den Ihr ihm ge⸗ leiſtet, dieſen Diamant annehmen zu wollen. Thut es mir zu Liebe.“
„Monſeigneur...“ 1
„Nehmt es an, ſage ich Euch. Ich habe heute einen Trauertrag, ſpäter werdet Ihr das vielleicht er⸗ fahren; heute habe ich einen Freund verloren, nun! ich verſuche es, einen andern zu finden.“
„Aber, Herr Fouquet...“ 4
„Lebt wohl, Herr d'Artagnan,“ rief Fouquet, das Herz angeſchwollen,„oder vielmehr auf Wiederſehen!“
Und der Miniſter entfernte ſich raſch aus ſeinem Cabinet und ließ in den Händen des Musketiers den Ring und die zwanzig tauſend Livres.
„Ho! ho!“ ſagte d'Artagnan nach einem Augen⸗ blick düſteren Nachdenkens..„Wie ſoll ich das be⸗ greifen? Mordioux! wenn ich es begreife, iſt das ein ſehr galanter Mann.. Ich will es mir von Herrn Colbert erklären laſſen!“ 3
Und er ging hinaus.
Die drei Musketiere. Bragelonne, Ul. 14


