Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1848)
Entstehung
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ich brachte den Spaniern und den Franzoſen den Frie⸗ den, und das ſühnt ein wenig meine Sünde.“

„Ich ſehe nicht die geringſte Sünde darin, daß man zeigt, man verſtehe zu reiten,“ erwiederte der Theatiner;„das iſt eine Sache, welche von vortrefflichem Geſchmack zeugt und unſer Gewand ehrt. In meiner Eigenſchaft als Chriſt billige ich, daß Ihr das Blut⸗ vergießen verhindert habt; als Ordensgeiſtlicher bin ich ſtolz auf den Muth, den ein College von mir an den Tag gelegt.“ 5 3

Mazarin machte eine demüthige Verbeugung mit dem Kopf.

„Ja,“ ſagte er,„doch die Folgen!“

„Welche Folgen?...“

„Eil die verdammte Sünde der Hoffart hat end⸗

loſe Wurzeln... Seitdem ich mich ſo zwiſchen zwei Heere geworfen, ſeitdem ich Pulver gerochen und die Linien der Soldaten durchlaufen hatte, ſchaute ich die Generele en wenig mitleidig an.“

„So daß ich ſeit jener Zeit nicht einen einzigen mehr erträglich fand.“—

„Es iſt nicht zu leugnen, die Generale, die wir hatten, waren nicht ſtark,“ ſprach der Theatiner.

„Oh!“ rief Mazarin,„da war der Herr Prinz, und den habe ich ſehr gequält!“ 3

„Er iſt nicht zu beklagen, er hat genug Ruhm

und Vermögen erworben.“)

„Es mag ſein, was den Herrn Prinzen betrifft; doch Herr von Beaufort zum Beiſpiel, den ich im Thurm von Vincennes ſo ſehr leiden ließ?“

„Ahl das war ein Rebell und die Sicherheit des Staats heiſchte es, daß Ihr dieſes Opfer brachtet... Gehen wir weiter.“

„Ich glaube, daß ich die Hoffart erſchöpft habe. Und ich komme zu einer andern Sünde, die ich nur mit

Furcht qualificiren würde.“