Teil eines Werkes 
3.-6. Bändchen (1848)
Entstehung
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„Vor einem Monat.“

„Ah! dann iſt keine Zeit verloren. Aramis kann mich noch nicht nöthig gehabt haben. Aber, Bazin, warum foölgſt Du Deinem Hirten nicht?“

„Gunädiger Herr, ich kann nicht, ich habe Geſchäfte.“

„Dein Alphabet?“

„Und meine Beichtkinder.“

„Wie! Du hörſt Beichte? Du biſt alſo Prieſter.“ .„Es iſt gerade, als ob ich es wäre. Ich habe ſo viel Beruf dazu.“

„Aber die Weihen?“

„Ahl“ ſprach Bazin mit würdevollem Ausdruck, „uun, da Monſeigneur Biſchof iſt, werde ich ſchnell meine Weihen oder wenigſtens meine Diſpenſationen haben.“.

Und er rieb ſich die Hände.

„Dieſe Leute ſind offenbar nicht auszurotten,“ ſagte d'Artagnan zu ſich ſelbſt. Dann ſprach er laut:„Laßt mir auftragen, Bazin.“

„Mit der größten Bereitwilligkeit, gnädiger Herr.“

„Fleiſchbrühe, ein Huhn und eine Flaſche Wein.“

„Es iſt heute Sonnabend, ein Faſttag alſo,“ ent⸗ gegnete Bazin. 3

„Ich habe eine Diſpenſation,“ erwiederte d'Artagnan.

Bazin ſchaute ihn mit einer argwöhniſchen Miene an

„Ahl Meiſter Scheinheiliger, für wen hältſt Du mich denn?“ rief der Musketier;„wenn Du, der Du der Diener biſt, auf Diſpenſation hoffſt, um ein Ver⸗ brechen zu begehen, ſollte ich, der Freund des Biſchofs, keine Diſpenſation bekommen, um nach dem Belieben und Wunſche meines Magens an Faſttagen Fleiſch zu eſſen? Bazin, ſei liebenswürdiger gegen mich, oder, bei Gott! ich beklage mich beim König, und Du wirſt nie Beichte hören. Du weißt, daß die Ernennung der Bi⸗ ſchöfe dem König zukommt. Ich aber habe das Ohr des Königs und bin der Stärkere.“

Bazin lächelte heuchleriſch.