„Für Euch alſo, mein Herr?“
„Ja, Sire, und jedes der Worte, das er durch die Bretter des mit einem ſchwarzen Tuch bedeckten Blut⸗ gerüſtes geſagt hat, tönen noch in meinem Ohr. Der König ſetzte alſo ein Knie auf die Erde.„„Graf de la Féère,““ ſagte er,„„ſeid Ihr da?2““„„Ja, Sire,““ antwortete ich. Da neigte ſich der König.“
Ganz zitternd vor Theilnahme, ganz brennend vor Schmerz, neigte ſich auch Karl II. gegen Athos, um eines nach dem andern die Worte aufzufaſſen, welche von den Lippen des Grafen kamen. Sein Kopf ſtreifte den von Athos.
„Da neigte ſich der König,“ fuhr der Graf fort. „„Graf de la Feère,““ ſagte er,„nich konnte nicht von Dir gerettet werden, ich ſollte es nicht ſein. Nun aber, und würde ich eine Ruchloſigkeit begehen, ſage ich: Ja, ich habe zu den Menſchen, ich habe zu Gott geſprochen, und ſpreche zuletzt mit Dir. Um eine Sache aufrecht zu halten, die ich für heilig hielt, habe ich den Thron mei⸗ ner Väter verloren und das Erbe meiner Kinder ver⸗ ſchleudert.““.
Kuarl II. verbarg ſein Geſicht in ſeinen Händen, und eine brennende Thräne drang durch ſeine weißen, abge⸗ magerten Finger.
„„Eine Million in Gold bleibt mir,““ fuhr der König fort.„„Ich habe ſie in den Gewölben des Schloſ⸗ ſes von Newcaſtle in dem Augenblick vergraben, wo ich dieſe Stadt verließ.““
Karl II. erhob das Haupt mit einem Ausdruck
ſchmerzlicher Freude, welcher Jedem, der dieſes ungeheure
Unglück kannte, ein Schluchzen entriſſen hätte.
„Eine Million!“ murmelte er,„oh! Graf!“
„„Du allein weißt, daß dieſes Gold vorhanden iſt; mache Gebrauch davon, wann Du es zum Wohle mei⸗
nes älteſten Sohnes für zeitgemäß hältſt. Und nun,
Graf de la Fere, nimm Abſchied von mir.““ „„Gott beſohlen, Sire!““ rief ich.
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