Teil eines Werkes 
3.-6. Bändchen (1848)
Entstehung
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er wäre fähig, ſich über die Pläne Seiner Eminenz

halten verlangt. Dieſer Brief aber iſt ein Anfang der Ausführung.

Und was denkt Seine Eminenz von dieſer Liebe, welche für Niemand ein Geheimniß iſt?

Bernouin nahm den Boten von Ludwig am Arm und erwiederte mit halber Stimme, während er mit ihm die Treppe hinaufſtieg:

Im Vertrauen geſagt, Seine Eminenz rechnet auf einen günſtigen Ausgang dieſer Angelegenheit. weiß wohl, daß wir Krieg mit Spanien bekommen werden. Doch bah! der Krieg wird den Adel zufrieden ſtellen. Der Herr Cardinal wird ſeine Nichte königlich, und ſogar mehr als königlich ausſtatten. Es wird

Geld, Feſte und Schläge geben; Jedermann wird zu⸗

frieden ſein. Nun! ſagte der Cavalier den Kopf ſchüttelnd, mir kommt dieſer Brief ſehr leicht vor, wenn er dies Alles enthalten ſoll. Freund, entgegnete Bernouin,ich bin deſſen, was ich ſage, ſicher: Herr d'Artagnan hat mir Alles erzählt. Gut! und was hat er geſagt? laßt höͤren. Ich habe ihn angeredet, um mich bei ihm im Auf⸗ trag des Cardinals zu erkundigen, doch wohl verſtan⸗ den, ohne ihm unſere Abſichten zu entdecken, denn Herr d'Artagnan iſt ein feiner Spürhund. 4 Mein lieber Herr Bernouin, hat er geantwor⸗ tet,der Köoͤnig iſt wahnſinnig in Fraͤulein von Man⸗ cini verliebt. Das iſt Alles, was ich Euch ſagen kann. Wie! fragte ich,ndergeſtalt, daß Ihr glaubt,

wegzuſetzen? 4

Ahl fragt mich nicht, ich glaube, daß der König zu Allem fähig iſt. Er hat einen eiſernen Kopf, und was er will, will er ſehr. Hat er ſich in den Kopf ge⸗ ſetzt, Fräulein von Mancini zu heirathen, ſo wird er ſie auch heirathen.