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Als Gratien ſeinen Bruder bemerkte, wurde er todesblaß, ſagte aber kein Wort zu ihm.
Die kleine Gruppe begab ſich ſchweigend nach der Lichtung, von welcher Louville geſprochen hatte.
„Ach, mein armer Freund,“ ſagte der Chevalier zu Henri von Elbene,„es thut mir in der Seele weh, daß ich Sie hier ſehen muß.“
„Denken Sie nicht mehr daran,“ antwortete Henri,„denken Sie vielmehr an ſich ſelbſt und laſſen Sie uns von Ihnen ſprechen.“
„O mit nichten!“ antwortete der Chevalier. „Zum Henker, Sie würden mir da einen ſehr ſchlim⸗ men Dienſt leiſten, ohne es zu ahnen. Sprechen wir im Gegentheil nicht von mir und denken wir
ſo wenig als möglich daran⸗ Sehen Sie, lieber
Freund, Ihnen kann ichs wohl geſtehen, ich bin kein Held, oder vielmehr, ich kann mir blos deßhalb ein tapferes Anſehen geben, weil ich an etwas ganz Anderes denke, als was jetzt vor ſich gehen wird. Und ſo eben noch wurde ich, als ich dieſe mit grüner Serſche überzogenen Etuis erblickte, welche die Waffen enthalten, deren eine mich vielleicht in zehn Minuten aufs Gras niedergeſtreckt haben wird, von einem Schauer erfaßt, der mir durchaus nichts Gutes verſpricht. Ach, mein lieber Herr; ich be⸗ ſitze in Chartres ein ſo reizendes, ſo lieblich von den Düften der Roſenſträuche, die unter meinem Fenſter blühen, parfümirtes Zimmer, daß ich in der Stille zu mir ſage: Ich möchte viel lieber dort ſein, als hier. Aber, zum Henker noch einmal, denken wir nicht mehr an alles dos; nur vergeſſen Sie meine Bitten in Betreff Thereſens nicht.“


