Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

236

Das Billet gehört Dir, mein Lieber, ſagte der Chevalier,behalte es.

Pierre Marteau kratzte ſich hinter dem Ohr.

Nun ja, ſagte er,Sie geben mirs gern, nicht wahr? 27

Ja gewiß, von Herzen gern.

Aber werden Sie mir mit dem Billet nicht auch einen Händedruck geben?

Warum denn nicht? zwei mein Lieber, zwei und mit großem Vergnügen.

Und er reichte dem Proletarier ſeine beiden Hände.

Dieſer hielt die zarten Hände des Chevalier einige Secunden lang feſt zwiſchen ſeine ſchwieligen Hände gedrückt und ließ ſie nur los, um eine Thräne wegzuwiſchen, die aus ſeinem Augenwinkel über ſeine Wange hinabrann.

Nun wohl, ſagte er,Sie können ſich rühmen, daß der Pfarrer von St. Eliſabeth morgen eine Tüchtige für Sie leſen wird.

Eine tüchtige was, mein Freund? fragte der Chevalier.

Eine tüchtige Meſſe, und ich erkläre Ihnen überdieß: wenn Ihnen worgen bei Ihrem Duell ein Unglück widerfährt, ſo lebt kein Gott mehr im Himmel.

Und Pierre Marteau entfernte ſich, indem er eine zweite Thräne abwiſchte.

Der Chevalier that daſſelbe, nur wiſchte er zwei auf einmal ab.

Dann trat er ans Fenſter und öffnete es, indem er ein Liedchen vor ſich hin zu pfeifen verſuchte.