Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Die Lebemänner des Cafe Jouſſe und des Ca⸗ ſinos ſchrien ſich heiſer. 3

Andere Geſellſchaften ziſchten ganz leiſe, bekreuz⸗ ten ſich und erklärten, der arme Chevalier ſei ent⸗ ſchieden ein Mann, mit welchem man jede Berüh⸗ rung vermeiden muüſſe.

Der Chevalier ſeinerſeits dachte an Nichts von alle Dem. Er war gänzlich von der Idee beherrſcht, daß er höchſt wahrſcheinlich die Tochter der einzigen Frau gefunden, die er je geliebt hatte.

Wir ſind der Meinung, und vielleicht wird man uns für einen Optimiſten oder Einfaltspinſel erklä⸗ ren, was ſo ziemlich aufs Gleiche hinausläuft; wir ſind, ſagen wir, der Meinung, daß es wenig Her⸗ zen gebe, bei denen die Erinnerung an das Böſe über die Erinnerung an das Gute obſiege; jeden⸗ falls gehörte der Chevalier nicht zu ihnen.

Allmählig ſtreiften die Bilder der Vergangen⸗ heit alles Traurige, alles Bittere von ſich ab, und Mathilde erſchien in ſeinen Augen wieder ſo, wie ſie in den Tagen ihrer Jugend geweſen, ſchön und rein, voll Liebe und Hingebung; er dachte nicht mehr an die Ereigniſſe, die ihn von ihr getrennt hatten, an ihre Undankbarkeit und Untreue; er dachte an die Vergißmeinnicht, die er für ſeine kleine Freundin am Rande des Baches gepflückt, der durch den Park floß, und deren blaue Blumen ſo lieblich das blonde Haar des jungen Mädchens umrankten; ſodann dachte er mit dicken Thränen in den Augen daran, daß er in ſeinem übrigen gan⸗ zen Leben keine Freuden gehabt, welche dieſen gleich⸗ gekommen ſeien, ſelbſt nicht die Freuden, die er der

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