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„Ach, mein lieber Louville, Sie kennen das Mädchen ſchlecht,“ ſagte Gratien mit einem Seufzer. t„Oh, ich kenne ganz andere,“ antwortete Herr Louville, indem er verliebt ſeinen Schnurrbart
ſtrich;„eine Griſette iſt eine Griſette, was zum Teufel!“
„Und der Hund, von dem wir nicht mehr ſpre⸗
chen?“ ſagte Gratien.
„Der Hund!“ verſetzte Louville mit einem Ach⸗ ſelzucken,„der Hund! Nun, für wen macht man denn die Klöschen und die gebackenen Schwämme?“
Bei dieſen Worten machte der Chevalier einen Sprung auf ſeinen Stuhl.
„Ei wahrhaftig,“ ſagte Louville, ſo daß Dieu⸗ donné ihn hören konnte,„da ſitzt ein Philiſter, der mir ganz ausſieht, als hätte ihn eine Tarantel geſtochen.“
Und er warf einen ſcharfen Blick nach dem Chevalier in der Hoffnung, Dieſer würde ſich um⸗ drehen, und ſo könnte er Gelegenheit bekommen Streit zu ſuchen.
Aber der Chevalier hütete ſich wohl; er war zu ſehr auf den weitern Verlauf des Geſprächs dieſer jungen Leute geſpannt.
„Ei wahrhaftig, nein!“ ſagte Gratien,„alle dieſe Mittel ſind mir zuwider; überdieß bin ich Jäger, und ich möchte lieber bei dem Mädchen durchfallen, als dieſem prächtigen Thier das mindeſte Leid zufügen.“
„Braver junger Mann!“ murmelte der Che⸗ valier.
„Nun wohl denn,“ ſagte Louville,„faſſen Sie
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