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macht, das Wort durch eine lebhafte und feurige Pantomime erſetzen.“
„Eine Pantomime! Ach, ja wohl, dann geht es noch ganz anders; denken Sie ſich, daß dieſer verdammte Hund die Pantomimen nicht ausſtehen kann. Wenn ich mir eine Geberde erlaube, ſo knurrt er nicht mehr, bellt nicht mehr, heult nicht mehr, ſondern zeigt förmlich die Zähne; wenn ich mich an dieſe Demonſtration nicht kehre, ſo begnügt er ſich nicht mehr mit dem bloßen Zeigen ſeiner Zähne, ſondern drückt ſie mir ins Fleiſch ein, und Das iſt läſtig, wenn man verliebt thun will, abgeſehen da⸗ von, daß ich bei dem grotesken Kampf, der aus dieſer Meinungsverſchiedenheit entſteht, meiner An⸗ gebeteten ſehr lächerlich erſcheinen muß.“
„Und Sie haben das Wohlwollen dieſes ab⸗ ſcheulichen Vierfüßlers durch kein Mittel gewinnen können?“
„Nein.“
„Bomben und Granaten! Als wir noch in die Schule gingen, eine Zeit nach der ich mich nicht zurückſehne, haben wir da nicht im Schwan von Mantua, wie unſer Profeſſor ihn nannte, geleſen, daß es irgendwo eine Bäckerei gebe, welche Kuchen für den Cerberus backe?“
„Black iſt unbeſtechlich, mein Lieber.“
Der Chevalier bebte; aber weder Gratien noch Louville bemerkten es.
„Unbeſtechlich? Wie können Sie Das glauben?“
„Ich pfropfe mir alle meine Taſchen mit Lecker⸗ biſſen für ihn voll; er frißt ſie mit Erkenntlichkeit,


