Teil eines Werkes 
9.-11. Bdchn (1848)
Entstehung
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Gut, ſagte er,wir werden Alle bei der Zu⸗ ſammenkunft ſein.

Und er verſank in ein Träumen. Haſiz wartete.

Was habe ich zu thun, Herr?

Du ſteigſt wieder zu Pferde, nimmſt dieſen Brief mit, und klopfſt beim Morgenroth an die Thüre von Dona Maria. Du meldeſt ihr, die Gebirger haben Gildaz angegriffen und mit Pfeilen und Dolchen ver⸗ wundet; ſterbend habe er Dir den Brief übergeben. Das

wird Alles ſein.

Gut, Herr. Auf, reite die ganze Nacht; Deine Kleider müſſen

am Morgen vom Thau durchnäßt ſein, Dein Pferd muß ſchwitzen, als ob Du eben erſt ankämeſt. Und dann erwarte meine Befehle und nähere Dich vor acht Tagen meinem Hauſe nicht..

Iſt der Prophet mit mir zufrieden?

Ja, Hafiz.

Ich danke, Herr.

So war der Brief entſiegelt worden, ſo war der Sturm beſchaffen, der über dem Haupte von Dona Maria toſte.

Mothril blieb indeſſen nicht bei dem ſtehen, was er gethan hatte. Er erwartete den Morgen, ſchmückte ſich mit prächtigen Kleidern und begab ſich zu Don Pedro.

Als der Maure beim König eintrat, fand er den Fürſten, der in einem großen Lehnſtuhl von Sammet ſaß und maſchinenmäßig mit den Ohren eines jungen Wolfes ſpielte, den er zu ſeinem Vergnügen zähmte.

An ſeiner Linken ſaß in einem ähnlichen Lehnſtuhl Dona Maria, bleich und wie ergrimmt. Seitdem ſie hier ſo nahe bei Don Pedro war, hatte der Prinz wirklich, ohne Zweifel mit anderen Gedanken beſchäf⸗ tigt, kein Wort an ſie gerichtet. 3

Stolz wie die Frauen ihres Landes, verſchlang

Dona Maria dieſe Schmach mit Uugeduld. Sie ſprach

auch nicht, und da ſie keinen vertrauten Wolf zu necken