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„Es handelt ſich wohl hierum,“ ſagte Gildaz;„iſt dieſer Edelmann Euer Herr?“
„Welcher Edelmann, welcher Herr?
„Iſt dieſer Ritter Don Agenor von Mauleon?“
„Ich bin es,“ ſprach Agenor,„laßt hören! mein Schickſal gehe in Erfüllung, und es drängt mich, das Gute oder das Böſe ſchleunigſt zu erfahren.“
Gildaz ſchaute ſogleich den Ritter mit einer Art von Erſtaunen an und fragte:
„Aber wenn Ihr mich täuſcht?“
Agenor machte eine ungeſtüme Bewegung.
„Hoͤrt wohl,“ ſagte der Caſtilianer,„ein guter Bote muß furchtſam ſein.“
„Du erkennſt meinen Knappen, Burſche!“
„Ja, aber ich kenne den Herrn nicht.“
„Du mißtrauſt mir alſo, Schuft?“ rief Muſaron wüthend.
„Ich mißtraue der ganzen Erde, wenn es ſich darum handelt, meine Pflicht gut zu thun.“.
„Nimm Dich in Acht, Gelbgeſicht, ich werde Dir eine Lehre geben!... Mein Meſſer iſt ſpitzig.“
„Ei!“ ſagte der Caſtilianer,„mein Raufdegen iſt es auch.. Ihr ſeid nicht vernünftig... Wird mein Auftrag beſorgt ſein, wenn ich todt bin?... Wird er es mehr ſein, wenn Ihr getödtet werdet?... Laßt uns, wenn es Euch beliebt, ſachte bis zum Herrenhaus von Laval reiten; dort nenne mir Einer, ohne zuvor in Kenntniß geſetzt zu ſein, den Herrn von Mauleon, und ſogleich erfülle ich den Befehl meiner Gebieterin.“
Bei dieſem Wort machte Agenor eine ungeſtüme Bewegung und rief:
„Guter Knappe, Du haſt Recht, wir haben Unrecht; Du kommſt vielleicht im Auftrag von Dona Maria zu mir.“
„Ihr werdet es ſogleich erfahren, wenn Ihr wirk⸗ lich Don Agenor von Mauleon ſeid,“ ſagte der hart⸗ näckige Caſtilianer. 8
„Komm alſo!“ rief der junge Mann mit dem Fieber


