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meine Herren, ſo habt Ihr zwei Garantien, Eure Frei⸗ heit zuerſt, die ich Euch zurückgebe, und dann einen Gefangenen, der wohl hunderttauſend Thaler werth iſt.“
„Wer iſt dies?“ fragte Caverley. 3
„Ich ſelbſt, bei Gott! ſo arm ich bin,“ antwortete Duguesclin;„denn wenn die Frauen meines Landes Tag und Nacht ſpinnen müßten, um mir hunderttauſend Thaler Löſegeld zu verſchaffen, ich verſpreche Euch, daß das Löſegeld bezahlt werden würde.“
„Abgemacht,“ erwiederten einſtimmig die Abenteu⸗ rer. Und ſie berührten alle die Hand des Connetable zum Zeichen des Bündniſſes.
„Wann brechen wir auf?“ fragte der Grüne Ritter.
„Sogleich, wenn es Euch beliebt, meine Herren.“
„Sogleich!“ wiederholte Hugo.„In der That, meine Herren, da es hier nichts mehr zu ſcheeren gibt, ſo iſt es mir lieber, wenn wir alsbald anderswo ſind.“
Jeder lief auf der Stelle an ſeinen Poſten und ließ ſein Banner über ſeinem Zelte erheben. Die Trom⸗ meln raſſelten, es entſtand eine ungeheure Bewegung im Lager, und man ſah abermals nach den Hauptzelten die Soldaten zuſtrömen, welche bei der Ankunft von Duguesclin herbeigelaufen und ſodann, den Wellen der Fluth ähnlich, ins Weite zurückgekehrt waren.
Zwei Stunden nachher waren die Zelte abgeſchla⸗ gen und die Saumthiere bogen ſich unter ihrer Laſt; die Pferde wieherten und die Lanzen gruppirten ſich in den Strahlen der Sonne, welche breite Blitze dar⸗ aus hervorſpringen machte.
Man ſah indeſſen auf den beiden Ufern des Flüſ⸗ ſes die Bauern entfliehen, welche lange Zeit in Stla⸗ verei gehalten worden waren und, etwas ſpät der Frei⸗ heit zurückgegeben, nach ihren verödeten Hütten ihre Weiber und ihre etwas beſchädigten Geräthſchaften zu⸗ rückbrachten.
Gegen Mittag ſetzte ſich die Armee in Marſch, ſie


