Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1848)
Entstehung
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man in Ermangelung der Töne der Guzla, welche auf⸗ gehört hatten, die Seufzer der Sängerin hörte.

Prin, ſagte Agenor, der ſeine Ungeduld nicht länger bezähmen konnte,erwartet mich unter dieſer Geisblattlaube; ehe zehn Minuten vergehen, habe ich mit der Maurin geſprochen und weiß, weshalb ihr Vater nach Bordeaux gekommen iſt. Würde ich angegriffen, ſo gefährdet nicht Euer Daſein und kehrt zur Leiter zuruck. Ich werde Euch durch den Ruf: Auf die Mauer! benachrichtigen.

Wenn Ihr angegriffen werdet, erwiederte En⸗ rique, ſo erinnert Euch, Ritter, daß Niemand vielleicht, mit Ausnahme von König Don Pedro meinem Bruder und Meſſire Duguesclin meinem Lehrer den Degen handhabt, wie ich dies zu thun verſtehe. Ich werde Euch dann zeigen, Ritter, daß ich mich deſſen nicht mit Unrecht rühme.

Agenor dankte dem Prinzen, der im Schatten ver⸗ ſchwand, wo ihn die Augen des Ritters vergebens ſuchten. Agenor aber ſetzte ſeinen Gang nach dem Hauſe fort; doch zwiſchen dieſem und dem Gehoͤlze hatte er einen freien und vom Mond beleuchteten Raum zu durch⸗ ſchreiten. Agenor zögerte einen Augenblick, ehe er ſo zu ſagen das Licht herausforderte. Doch er war im Begriff, dieſen freien Raum kühn zu durchſchreiten, als durch eine Seitenthüre des Hauſes, die ſich knarrend öffnete, drei Männer herauskamen, welche mit leiſer Stimme plauderten. Derjenige, welcher am nächſten vor dem unbeweglich und ſtumm unter dem Schatten einer Platane ſtehenden Agenor vorüberkommen mußte, war Mothril, den man leicht an ſeinem weißen Burnus zu erkennen vermochte; der in der Mitte war ein Ritter in ſchwarzer Rüſtung; der, welcher am nächſten an Don En⸗ rique vorbeigehen mußte, war ein vornehmer Herr, der ein reiches caſtilianiſches Kleid unter einem Purpurmantel trug.

Hoher Herr, ſagte lachend der letztere zu dem ſchwar⸗ zen Ritter,Ihr dürft Mothril nicht böſe ſein, daß er