Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

252

fahren, was der Vater hier ſuchen will, als Ihr, zu wiſſen, was die Tochter hier macht?

Du haſt Recht, ſagte Agenor. 4

Ah! Ihr ſeht das ein, verſetzte Muſaron zufrieden.

Nun, ſo benachrichtige den Prinzen. Ich bleibe hier, um das kleine Licht nicht ans dem Blick zu verlieren.

Und Ihr werdet die Geduld haben, uns zu erwarten?

Ich werde horchen, ſprach Agenor.

Die ſanfte Stimme fuhr in der That fort in der

Nacht zu erklingen, und die Guzla vibrirte bebend in

Begleitung derſelben. Es war nicht der Garten von Bordeaux, den er vor ſeinen Augen hatte, es war der Garten des Alcazar; es war nicht das weiße Haus des Prinzen von Wales, ſondern der mauriſche Kiosk mit dem grünen Vorhang. Jeder Ton der Guzla drang tief in ſein Herz ein, das ſich allmälig mit Trunkenheit füllte. Kaum glaubte er ſich allein, als er die Thüre wieder öffnen hörte und Muſaron, gefolgt von dem Prinzen, der wie er in ſeinen Mantel gehüllt war und wie er ſein Schwert in der Hand trug, ein⸗ treten ſah. 1

Mit einigen Worten war der Prinz über die Lage der Dinge unterrichtet, da ihm Agenor ohne Rückhalt ſein früheres Verhältniß zu der ſchönen Maurin, ſowie die wüthende Eiferſucht von Mothril mitgetheilt hatte.

Ihr müßt es verſuchen, mit dieſer Frau zu ſprechen, ſagte der Prinz;durch ſie werden wir mehr erfahren, als durch alle Spione der Erde. Eine Frau, die man in der Sklaverei hält, beherrſcht häufig ihren Despoten. 3

Ja, ja, rief Mauleon, der vor Ungeduld, zu Aiſſa zu gelangen, brannte,ich bin bereit, den Be⸗ fehlen Eurer Hoheit zu gehorchen. Ihr ſeid ſicher, ſie gehört zu haben? Gehört, wie ich Euch höre, gnädigſter Herr. Ihre