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Agenor und die Maurin : historischer Roman / von Alexander Dumas. Deutsch von Louis Fort
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156 Agenor.

wieder ſtark. Zwar ſind wir vom Feinde umringt und können uns in dieſem Schloſſe nicht lange halten; aber ich hoffe dennoch ein Mittel zu finden, Dich aus dieſer Lage zu befreien und auch mein Leben zu retten, denn ich möchte nicht gern gezwungen ſein, Aiſſa zu ermorden, um ſie nicht in die Hände der Chriſten fallen zu laſſen.“

Bei dem Namen Aiſſa färbte ſich Don Pedro's Stirn mit einer dunklen Röthe.

„Sie iſt die Urſache,“ ſtammelte er,„daß ich in dieſe Lage gekommen bin. Hätte ich mich nicht nach ihr geſehnt, ſo wäre ich nach Toledo geeilt, wo ich vielleicht mein Heer wieder ſammeln und dem Feinde noch eine Schlacht liefern konnte.“

„Es wäre mir lieber geweſen, Dich in Toledo zu wiſſen,“ erwiederte Mothril kalt,„denn ich hätte während Deiner Abweſenheit Deine Angelegenheiten und auch die meinigen ordnen können.“

„Und jetzt wirſt Du nichts für mich thun?“ rief Don Pedro wüthend.„Elender Schurke, ich will mein Leben hier beſchließen, zuvor aber Dich für Deine Ver⸗ brechen und Deine Falſchheit beſtrafen: Aiſſa, welche Du mir wie eine Lockſpeiſe vorgehalten haſt, muß noch dieſe Nacht mir gehören.“

„Das wird ſie nicht!“ verſetzte der Maure ruhig.