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Eines Tags wiederholte Herr Odelli zum zehnten Male dieſelbe Frage, und zum zehnten Male erhielt er dieſelbe Antwort.
„Nun! wohl!“ ſagte der Profeſſor, der vielleicht etwas vermuthete und zu ſeinem Schmerz einen Zög⸗ ling voller Anlagen ſich von ihm entfernen ſah;„nun wohl! das erſte Mal, wo man Sie wieder Arbeit aus⸗ tragen heißt, laſſen Sie mich doch dieſe Arbeit ſehen, damit ich durch mich ſelbſt beurtheile, was Sie ma⸗ chen, wenn ich nicht da bin, um Sie zu leiten.“
Es war nicht möglich, zurückzuweichen, überdies hatte die Meſſe ihr Ende erreicht, und Kunſtreiter und Seiltänzer waren abgezogen.
Das erſte Mal, da der junge Mann,— denn die Zeit ſchritt weiter und allmälig wurde der kleine Etienne zum jungen Manne,— das erſte Mal, da der junge Mann ausging mit einem Schrankaufſatze zwei Tauben vorſtellend, die ſich in einem Myrtenkranze ſchnäbelten, brachte er dieſe Schnitzarbeit Herrn Odelli.
Herr Odelli ſchaute die zwei Tauben aufmerkſam an und rief nach einem Augenblick: 1
„Das iſt abſcheulich!“ 8
„Sie finden?“ fragte der Schüler.
„Sie dürfen nicht einen Tag länger bei einem ſolchen Pfuſcher bleiben.“
„Was ſoll ich dann thun?“
„Sie müſſen nicht mehr zu ihm gehen.“
„Der Vater will aber, daß ich zu ihm gehe.“
„So laſſen Sie ſich von Ihrem Meiſter vor die Thüre werfen.“ 4
„Wirft mich mein Meiſter vor die Thüre, ſo wird mich mein Vater ſchlagen.“
„Laſſen Sie ſich ſchlagen:“
Dieſe Antwort dünkte dem jungen Maune heroiſch; ſie erinnerte ihn an das: Schlage, aber hörel des athenienſiſchen Feldherrn. Nur war es Themiſtokles
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