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Kindern, wenn ſie dieſelben verheirathen, als Symbole der Zärtlichkeit und der Einigkeit geben.
Der Knabe griff ziemlich gut bei der Bildſchnitze⸗ rei an.
In Folge hievon, da es zwei Curſe gab, einen für die Sculptur, einen für das Zeichnen, ließ man am Neujahr den kleinen Etienne vom Zeichnen zur Bildnerei übergehen.
Dieſer Bildnercurſus wurde von einem Italiener geleitet, einem Manne von vierzig bis fünf und vierzig Jahren, der ſehr ſchön und beſonders voll artiſtiſcher Würde: er trug den Kopf hoch und ſchüttelte von Zeit zu Zeit herrliche Haare; in ſeinem ganzen Weſen war etwas Großartiges, Poetiſches, wie bei François Arago im Mannesalter.
Er war zugleich Bildner, Zeichner, Architekt und Muſiker und hieß Odelli.
Er war nach Caen gekommen, um eine Kapelle der Jungfrau geweiht bei der St. Peterskirche auszu⸗ führen. Als die Kapelle vollendet war, machte ihm der Municipalrath den Antrag, in Caen als Profeſſor der Sculptur und Architektur der Stadt zu bleiben.
Er nahm dies an.
Herr Odelli leitete alſo den Bildnercurſus parallel mit Herrn Elouis, der den Zeichencurſus leitete.
Wir ſagen parallel, weil die zwei Säle parallel waren.
Am 1. October 1823 erſchien alſo der kleine Etienne in der Claſſe von Herrn Odelli.
„Woher kommen Sie?“ fragte ihn dieſer.
„Von Hauſe, mein Herr,“ antwortete Etienne.
Der Italiener lächelte.
„Ich frage Sie das nicht; ich frage, ob Sie ſchon ſtudirt haben?“
„Ich habe acht Monate den Zeichenunterricht von Herrn Elouis mitgemacht.“
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