Teil eines Werkes 
10. Bd. (1856)
Entstehung
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ſpielten mehr in's Graue und die dunkele Farbe der letz⸗ teren vermehrte noch die Düſterheit der ganzen Umgebung; einzelne ſchwarze Vögel hockten ſtumm auf den kahlen Wipfeln der anderen Bäume; ſelbſt das Plätſchern der Fontaine hatte jetzt einen melanchoniſchen Ton

In einer der hinterſten Alleen ging Esperance tief⸗ ſinnig auf und ab, mit einer Art von Wohlbehagen die dicke Schicht gelber Blätter unter ſeinen Tritten auf⸗ wühlend.

Schon von fern rief ihn Crillon an.

Der junge Mann blieb ſtehen und wendete ſich lebhaft nach der befreundeten Stimme um.

Ach! Sie ſind es, Herr Ritter, ſprach er; ſeien Sie mir herzlich willkommen. Ich hatte mir ſoeben vor⸗ genommen, Sie außzuſuchen.

Crillon blieb unbeweglich vor Ueberraſchung ſtehen beim Anblicke der Verwüſtung; welch eine Verwandlung hatte die nur erſt kurze Trennung in den friſchen, ſonſt ſo heiteren Zügen des jungen Mannes hervorgebracht. Auch ſeine Wangen waren bleich und eingefallen, wie die des Gardiſten; die Augen waren matt und lächelten düſter, wie die eines für kurze Zeit auf die Oberwelt zurückgekehrten Verſtorbenen; die Haare hingen ihm wild und unordentlich um's Geſicht.

Auch er! rief Crillon verwundert; das iſt ja eine

wahre Epidemie! Was in aller Welt iſt denn nur vor⸗ gefallen, daß ich Sie eben ſo welk und niedergeſchlagen finde, wie den armen Pontis?