— 7—
ſchadlos, die ihm ſo viele bittere Enttäuſchungen noch übrig gelaſſen hatten.
— So wäre denn Alles verloren! ſtöhnte er ver⸗ zweiflungsvoll.
— Wie es ſcheint.
— Man wird verſuchen, ſich darüber zu tröſten, warf Henriette bleich vor Zorn und Ingrimm verächtlich hin. Trotz alle dem werde ich aber, die ich kein Mann bin, den Muth nicht ſo ſchnell verlieren, wie Ihr ſtolzen Herren der Schöpfung.
— Sie haben gut reden, Mademoiſelle, antwortete der Graf von Auvergne, der Henriette nur, wenn er bei vorzüglich guter Laune war, ſeine kleine Schweſter nannte; Sie haben die Demüthigung nicht perſönlich zu erdulden gehabt. Ich hätte Sie wohl geſtern Abend an meiner Stelle ſehen mögen, als die ganze Geſellſchaft mir faſt in’s Geſicht lachte und der König mich nur über die Achſel anſah.
— Wir bitten Sie voll Schmerz um Verzeihung, mein Herr, ſagte Vater Entragues.
— Wir theilen Ihren Unwillen, mein Sohn, ſetzte Marie Touchet hinzu..
— Warten wir nur das Ende ab, ſchloß Henriette; auf Regen folgt Sonnenſchein, und wer weiß, ob das
nicht gerade ein recht befruchtender Sonnenregen war.
Ich habe ſchon andere Gewitter erlebt. Wie geſagt, war⸗ ten wir das Ende ab.


