deren matter Schein Esperance kaum verſtattete, ſich in ſeinem neuen Aufenthalte ein wenig umzuſehen; als der Mann aber hinausgegangen war und das Lämpchen mit ſich genommen hatte, befand ſich der Gefangene plötzlich in tiefſter Dunkelheit. Da die Schritte des Fortgehenden noch im Gange zu hören waren, donnerte Esperance mit aller Kraft an die verſchloſſene Thüre. Der Kerkermeiſter kehrte auf das Lärmen wieder um.
— Um Vergebung, mein Freund, ſagte Esperance, Ihr habt vergeſſen, mir Eure Lampe dazulaſſen.
— Wenn Sie mich blos deshalb zurückgerufen haben, mein junger Herr, verſetzte der Kerkermeiſter ruhig, ſo konnten Sie ſich dieſe Mühe erſparen. Bei uns giebt es im Gefängniß kein Licht.
— Entſchuldigt; aber geſetzt ich wollte ſchreiben, ſo muß ich doch dazu ſehen können?
Der Mann ſah Esperance verwundert an.
— Schreiben?— Bei uns ſchreibt man auch nicht.
— Nun denn, mein Freund, verſetzte Esperance ge⸗ laſſen, wenn es denn einmal verboten iſt, hier Licht zu haben und zu ſchreiben, ſo muß ich mich freilich darein fügen. Dagegen wird es Euch hoffentlich wohl nicht ver⸗ boten ſein, mir eine Gefälligkeit zu erzeigen, nur eine kleine, unſchuldige Gefälligkeit, die Euch gut bezahlt wer⸗ den ſoll.
— Das kommt darauf an, junger Herr, worin ſie beſtehen ſoll.
— In weiter nichts, als Herrn von Crillon aufzuſuchen—


