Teil eines Werkes 
7. Bd. (1856)
Entstehung
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das Liegen, noch das Stehen verſtattete, mit den Füßen im kalten Waſſer verweilen, und noch nie ſollte ein Un⸗ glücklicher, der zu dieſem Schreckensaufenthalt verurtheilt ward, länger wie vierzehn Tage, voll der unerhörteſten OQualen, darin am Leben geblieben ſein.

Wenn nun auch die Gefängniſſe des kleinen Chaͤtelet etwas menſchlicher ſein ſollten, mußten ſie, nach dem für die Wohnungen der Beamten und Wächter beſtimmten Theile des Gebäudes zu ſchließen, noch immer traurig genug ſein. Die Fenſter, durch welche die Zimmer des Gouverneurs Licht und Luft erhielten, glichen mehr Schieß⸗ ſcharten; die ſchwarzen Mauern waren viermal ſo ſtark wie gewöhnliche Mauern, und jeder Vorübergehende ſagten die Chroniſten jener Zeit wandte den Blick ſchaudernd ab, wenn er dieſes Staatsgefängniß nur von weitem ſah.

Dorthin hatten die königlichen Häſcher Befehl, Espe⸗ rance zu ſchaffen.

Nachdem der Gouverneur den königlichen Verhafts⸗ befehl geleſen, und das ſchöne, heitere Antlitz des Ge⸗ fangenen, auf welchem ſich mehr Staunen als Furcht, mehr Neugierde als Niedergeſchlagenheit malte, aufmerk⸗ ſam betrachtet hatte, begnügte er ſich damit, ihm nur eines der gewöhnlichen Gefängniſſe anzuweiſen, und wäh⸗ rend der Gefangenwärter mit einigen der Häſcher hinaus⸗ ging, um daſſelbe für den neuen Gaſt in Stand zu ſetzen, fragte Esperance den Gouverneur mit der ihm eigenen Höf⸗ lichkeit, ob er ihm die Gnade erzeigen wolle, ihm auf