Teil eines Werkes 
5. Bd. (1856)
Entstehung
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O, über dieſe Spitzfindigkeiten! rief der Spanier überraſcht.

Das gemeine Volk begann zu murren.

Warum ſuchen Sie Streit mit dem Herzoge? flüſterte Frau von Montpenſier Briſſac zu.

Laſſen Sie mich! antwortete Letzterer in demſelben Tone.

In demſelben Augenblicke erſchien der Verurtheilte an der Straßenecke. Walloniſche und ſpaniſche Garde eskortirte ihn.

Es war ein braver Bürger mit einem bleichen, von Thränen benäßten Geſichte. Die Verzweiflung hatte ſeine Züge entſtellt, aber man errieth, daß er ein unbeſcholtener Mann war.

Bei dem Anblicke des Galgens faltete er die Hände und begann ſo jämmerlich zu wehklagen, indem er ſein Weib und ſeine Kinder rief, daß ein lautes Gemurmel des Mitleids in der Volksmenge rege ward.

Morbleu, das iſt ein jammervoller Anblick! ſagte Briſſac laut, und indem er ſich abwandte, als ob er die Kraft nicht hätte, dieſes Schauſpiel mit anzuſehen.

Die Gerichtsdiener und einige wohlgekleidete Bürger waren ihm während dieſer Zeit ſo nahe getreten, daß ſie faaſt ſein Pferd berührten.

Nicht wahr, mein Herr, fragte einer von ihnen, es zerreißt das Herz, wenn man einen braven Mann unſchuldig hängen ſieht?