chelte den Spaniern, damit ſte ihr das Unglück vermeiden halfen, das ſie vorzüglich fürchtete, nämlich den Einzug des neuen katholiſchen Königs in Paris.
Vor Tagesanbruch ſchon durchritt ſte die Straßen von Paris, mit einem Gefolge von Officieren. Wo ſie ſich ſehen ließ, drängten ſich die Liguiſten an ſie heran, um von ihr ein wenig Hoffnung zu erhalten. Sie ſchrie, daß ſie heiſer ward:.
— Ich bleibe bei Euch, Pariſer! Und dabei wehete ſie mit Schärpen, erfand Tänze,
und führte Bewegungen aus, daß die lauen Liguiſten ſte lächerlich finden mußten.
Briſſac beſtärkte ſte in dieſer verſchwenderiſchen Thä⸗ tigkeit. Auch er zog, wie die Spanier, durch die Straßen. Es gewährte ein intereſſantes Schauſpiel, wenn alle drei plötzlich von verſchiedenen Seiten her auf einem Platze zuſammentrafen. Die gaffende Menge, die der kommenden
Ereigniſſe harrte, empfing ſie mit lautem Gelächter.
Ein ſolches Zuſammentreffen fand am Morgen nach der Abreiſe des Herrn von Mayenne ſtatt. Die Herzogin kam aus der Straße Saint⸗Antoine auf den Greveplatz. Briſſac kam über die Quais, der Herzog von Feria mit ſeinem Generalſtabe kam aus der Straße du Mouton. Eine große Volksmenge war auf dem Platze verſammelt, denn es ſollte ein Mann gehängt werden.
D Galgen war errichtet. Man erwartete nur noch
dem armen Sünder.


