Teil eines Werkes 
5. Bd. (1856)
Entstehung
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1. Die Erlaßbriefe.

Der Herzog von Mayenne war abgereiſ't. Das aufgeregte Paris zitterte unter entgegengeſetztan Einflüſſen. Die durch die Abreiſe ihres Oberhauptes außer Faſſung gebrachte Ligue murmelte leiſe das Wort Verrath. Die Royaliſten oder Politiker, wie man ſie nannte, erhoben das Haupt und ſchienen ſich einander zu ſagen: die Zeit iſt nicht mehr fern.

Die auf ihre eigenen Mittel angewieſenen Spanier hatten ihre Wachſamkeit verdoppelt. Es handelte ſich für ſie um Leben und Tod. Kenntlich durch ihre Kleidung und durch ihre Sprache, fühlten ſie, daß ſte von der erſten Emeute bewältigt würden. Die Unſchlüfſigkeit und Spaltung der Pariſer waren bisher ihre ganze Macht geweſen.

Der Herzog von Feria und ſeine Kapitäne verbargen ihren Zorn und ihr Mißtrauen; ſie machten der Frau von Montpenſier den Hof, obgleich ſie argwöhnten, daß ſie die Genoſſin ihres Bruders ſei. Dabei hatten ſie den Plan, Beide dem Ehrgeize Philipps II. zu opfern. Die Herzogin, die nur Briſſac noch als Stütze hatte, ſchmei⸗

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