Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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Abſichten ſeiner Partei nicht mit. Wir wiſſen ſehr wenig davon. Außerdem weiß er auch, daß wir ſtandhafte Gegner des Bearners, ergebene Anhänger der heiligen Ligue und alte Freunde des Herrn von Briſſac ſind, dem Herr von Mayenne, als neuem Gouverneur, Paris über⸗ geben hat.

Herr von Briſſac! Eine vortreffliche Wahl für uns Spanier! ſagte Caſtil, den der Name Briſſac, unter dieſen Umſtänden ausgeſprochen, mit neuem Mißtrauen erfüllte. Sagten Sie nicht, Madame, daß der Herr Gouverneur Ihr Freund ſei?

unſer beſter Freund! ſagte Herr von Entragues.

Sehen Sie ihn oft? fragte der Spanier.

unglücklicherweiſe, nein! Er iſt ſeit einiger Zeit ſehr ſelten geworden.

Der Hidalgo merkte ſich dieſes Geſtändniß.

Frau von Entragues, die nicht vernachläſſigt ſcheinen wollte, fügte raſch hinzu:

Er iſt jetzt ſtark durch Geſchäfte in Anſpruch genommen. Aber er mag abweſend oder gegenwärtig ſein, ſo hegt er eine lebhafte Neigung zu uns deſſen bin ich gewiß. Und ich halte darauf, denn ſeine Freund⸗ ſchaft verlohnt ſich der Mühe.

Gewiß, ſagte der Spanier. Der Herr Graf leiſtet uns tapfern Beiſtand, er iſt ein aufrichtiger Liguiſt. Aber was iſt das für eine ſeltſame Familientheilung! Was für ein ſchreckliches Beiſpiel! Der Herr Graf von Au⸗ vergne kämpft gegen ſeine Mutter!