tern, alles dies verrieth die Gewalt einer Natur, die ſtets bereit iſt, ſich unter dem Hauche ihrer mit großer Mühe zuſammengehaltenen, unbezähmbaren Jugend zu ent⸗ falten.
Sie war Henriette von Balzae d'Entragues, die Toch⸗ ter Marie Touchets und des Herrn, der die Maitreſſe des Königs von Frankreich aus übergroßer Liebe geheirathet hatte.
Abends zuvor war ſie mit der Erbſchaft der Tante aus der Normandie zurückgekehrt; ſte gab Herrn von En⸗ tragues Aufſchlüſſe über gewiſſe Einzelnheiten, um die er ſie befragte. Aber der Leſer kann glauben, daß ſie auf eine Menge anderer, ebenfalls ihre Abweſenheit betreffende Fragen nicht antwortete.
Der Hidalgo Don Joſé Caſtil wandte ſich oft, um einen Blick nach dieſem ſchönen Mädchen zu werfen. Aber Henriette war zerſtreut, denn auch ſie erwartete Je⸗ manden, aber nicht aus der Richtung, die der Spanier im Auge hatte; ſie ſah mit Unruhe nach der Gegend, welche die Mutter zu ihrer Promenade wählte.
Am Ende der Blumenbeete lag der Park. Hundert Schritte in dem Parke lag der Pavillon, den Henriette bewohnte. Die weißen Mauern deſſelben ſchimmerten durch das Dickicht der Feigenbäume. Henriette hatte ihre Gründe dafür, daß die Geſellſchaft ſich um dieſe Stunde nicht nach der Gegend des Pavillons wandte,
Aber Frau von Entragues ging in ihrer würdevollen Langſamkeit immer weiter.


