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— 8— — Ah! Endlich ſind Sie da, mein lieber Graf! 1 rief ſie aus, indem ſie ſich an einen Mann von etwa
ſechzig Jahren wandte, der mit afeectirter Leichtigkeit von dem Wagentritte auf die Stufen ſprang, und den ihn von ihr trennenden Raum ſo raſch, als er vermogte, durchſchritt.— Da ſind Sie! Ich erwartete ſie mit ſo großer Ungeduld! Ich verſichere es Ihnen, daß ich ſeit einer Stunde zum zehnten Male herausgehe, um zu ſehen, ob Sie nicht ankaͤmen.
— Ich habe meine Pferde augenblicklich beſtellt, nachdem mir Ihr Billet uͤbergeben wurde, theure Baro⸗ nin, ſagte der Graf, die Hand der ihn Anredenden auf galante Weiſe kuͤſſead, und ich habe Germain ſehr geſcholten, daß er mich nicht ſogleich nach ſeiner Ankunft geweckt.
— Sie haͤtten eher daruͤber mit Germain zanken ſollen, daß er Ihnen mein Billet nicht uͤbergeben hat, bevor Sie Sich ſchlafen legten, denn daſſelbe war ſeit geſtern Abend bei Ihnen. 3
— Wahrhaftig? ſagte der Graf. Ja, da ſehen Sie, wie man bedient iſt! Inzwiſchen hat es mir der Schelm erſt heute Morgen um acht Uhr eingehaͤndigt, als er in mein Zimmer trat. Sie ſehen, daß ich keine Zeit verloren habe, denn kaum iſt es neun Uhr. Da bin ich nun, theure Baronin, verfuͤgen Sie uͤber mich, ich bin ganz zu Ihren Dienſten.
— Schoͤn. Schicken Sie Ihre Leute und Ihren Wagen fort: wir werden Sie behalten — Wie! Sie behalten mich?


