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ſich bei ihr, um zu erfahren, ob ſie nicht ein anderes, an⸗ genehmeres und einträglicheres Gewerbe triebe. Sie war rechtſchaffen, dieſe Rechtſchaffenheit ſchien ihn zu rühren; er bedauerte ihre Armuth, er machte ihr den Vorſchlag, ſie als Haushälterin zu nehmen und ſie an die Spitze ſei⸗ nes Haushaltes zu ſtellen; ſie willigte ein, er drückte ihr eine Börſe in die Hand und gab ihr Rendezvous für den folgenden Tag in ſeinem Hauſe von Arcueil. Die Un⸗ glückliche hatte kein Mißtrauen, ſie kam zur beſtimmten Stunde dorthin, der Marquis erwartete ſie, verſchloß die Thüren hinter ihr, erneuerte ſeine Anträge, und da ſie fortfuhr, ſich zu weigern, bemächtigte er ſich ihrer mit dem Degen in der Hand, zwang ſie, ſich zu entkleiden, dann, als ſie nackt war, band er ſie an die Säule eines Bettes, geißelte ſie, machte ihr mit einem Federmeſſer Einſchnitte in den Körper, und ließ in dieſe Einſchnitte ſiedendes Wachs fließen; hierauf entfernte er ſich, indem er ſie blutig und halb verbrannt zurückließ; nun zerriß ſie nach vielen Anſtrengungen ihre Banden, eilte an das Fenſter, rief um Hulfe, und als ſie hierauf Geräuſch auf der Treppe hörte und den Tod den Erneuerungen ihrer Leiden vorzog, ſtürzte ſie ſich aus dem Fenſter.
Der Marquis war ruhig nach Paris zurückgekehrt, Alles war gut verſchloſſen, er glaubte, daß ſie gehörig gebunden ſei, und er hoffte vhne Zweifel, daß ſie vor
Hunger ſterben würde.
Dieſes Mal wurde die Sache vor Gericht gezogen und befolgte ihren Lauf, und der Marquj


