Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— ð—

— 21—

In dem Augenblicke der Abreiſe des Herrn von Ri⸗ chelien war man noch unſchlüſſig, ob man mit Friedrich oder Maria Thereſia ein Bündniß auf dem feſten Lande abſchließen ſolle.

Bei Richelieus Rückkehr war man ſo ziemlich für Oeſterreich entſchieden.

Obgleich ſein Sohn, wie er es ſagte, die Ehre hatte dem kaiſerlichen Hauſe von Lothringen anzugehören, ſo war Herr von Richelieu dennoch nicht für das kaiſerliche Bündniß.

Alle Ueberlieferungen der großen Männer des vori⸗ gen Jahrhunderts waren für die Herabſetzung der kaiſer⸗ lichen Macht geweſen.

Heinrich IV., Richelieu und Ludwig XIV. hatten dieſe Herabſetzung verfolgt.

In dem Augenblicke, wo das Meſſer Ravaillacs den Feldzug Iuliers fehlſchlagen ließ, hatte Heinrich IV. mit Sully einen unermeßlichen Plan beſchloſſen, zu dem der Feldzug Juliers nur die Einleitung war.

Dieſer Plan ſollte Europa umgeſtalten, das unter dem Namen einer chriſtlichen Republik eine allgemeine Ver⸗ bündung geworden wäre. Ihr Herren Jakobiner von 1793 und Ihr Herren von dem Berge von 1848 hört Folgendes,

Es iſt ein Plan Heinrichs IV.

Dann werdet Ihr uns ſagen, ob Ihr, ſeitdem Ihr Theorien gemacht, etwas Liberaleres, wie man unter Karl X. ſagte, Radicaleres, wie man unter Ludwig Phi⸗