— 14—
(Es war am zwanzigſten Februar, daß man von ſieben Uhr Morgens an Herrn Maurepas galoppiren ſah, Alleluja.— Die Freude glänzte aus ſeinen Augen; mit einem boshaften Lächeln trat er bei Chauvelin ein.— Der Andere ſagte ihm mit wenig Worten: der König verlangt die Siegel zurück. Dieſer Don⸗ nerſchlag beugte ihn nieder.— Als Maurepas ſich entfernt, er⸗ ſchien Jumilhac nun, dieſer war der Teufel.— Als dieſer ihn erblickte, war er ganz verwirrt und zitternd, er dachte ſich ſein Unglück.— Ohne weder ja noch nein zu antworten, ſanft wie ein Lamm geworden, nahm er die Siegel und gab ſie ihm.— Sie müſſen auf der Stelle mit mir nach Grosbois gehen, meine Bedeckung wird ſie führen.— Dieſes Ereigniß hat Groß und Klein in Paris erfreut, Jedermann ſang um die Wette: Alle⸗ luja!)
In der That, Paris ſingt immer, wenn es einen Sturz gibt, ſei es nun, daß Etwas oder daß Jemand fällt.
Frau von Mailly war die einzige, an der ſich der Kardinal nicht gerächt hatte; das kam daher, weil der Kardinal, die Augen auf den König geheftet, einſah, daß Ludwig XV. bald das Uebrige rächen würde.
In der That, kaum dreißig Jahre alt, war Ludwig XV. bereits einen Theil der Lebensfreuden überdrüßig. Ludwig XV. war gegen die Jagd abgeſtumpft, Ludwig XV. war gegen die Tafel abgeſtumpft, Ludwig XV. war gegen das Spiel abgeſtumpft, Ludwig XV. langweilte ſich in Mitte ſeines geiſtreichen, eleganten, ſinnlichen und dufti⸗ gen Hofes, Ludwig XV. war traurig, er ſcherzte über den


