Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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Jahren, endlich ſtarb Samuel Bernard im Alter von 86 Jahren.

Es blieb aus der vorigen Zeit nur noch der Kardinal von Fleury übrig, der gleichfalls bald ſterben wird.

Um den 27 bis 28 Jahre alten jungen König herum beeiferte ſich die junge Generation. Der Herzog von Ri⸗ chelieu war davon der älteſte; aber der Herzog von Ri⸗ chelieu hat niemals ein Alter gehabt; Richelieu war immer um den König herum, Diplomat, Geſandter, Tiſchgenoſſe, Jagdgefährte, Lehrer in der Liebe, Lehrer im Kriege; er war es, welcher dieſer ganzen ausgelaſſenen Jugend den Ton angab, die Marivaux zum Dichter, Watteau zum Maler und Crebillon Sohn zum Romantiker hatte.

Nach dem Herzoge von Richelieu kam der ſchöne La Trémouille, deſſen Vertraulichkeit mit dem Könige ſo innig war, daß man Duchauffour deshalb verbrannt hat. La Trémouille, der während des letzten Krieges an der Spitze ſeiner Schwadron vom Pferde gefallen war, und der ſich nur mit einer Sache beſchäftigte, nämlich ſein Geſicht in ſeinen Händen zu verbergen, um nicht entſtellt zu werden; der Graf von Ahen, der zu jener ehrgeizigen Familie der Noailles gehörte, die durch Frau Maintenon faſt mit Ludwig XIV. verwandt war, wie die Mortemarts durch Frau von Montespan; der mit dem Könige im vertrauten Umgange erzogene Marquis von Souvré, welcher zur Zeit ſeiner Krankheit ihn als vortreffliches Herz, als treuer Freund gepflegt hatte; der Marquis von Gesvres, der Marquis von Coigny, der Herzog von Nivernois, der Marquis von Antin. Endlich alle dieſe jungen Herren,