jungen Leuten bewohnt, welche die dort änkahrenden Rei⸗ ſenden bedienen halfen.
Im Jahre 1710 kehrte ein Prooiantmeiſter, der in dem Gebirge irgend einen fahrbaren Weg ſuchte, und ſchnell dem Heere des Herzogs von Vendöme, das deren höchſt nothwendig bedurfte, Lebensmittel zukommen zu laſſen, in Paris Wirthshauſe ein, und theilte ſeinem Wirthe die Verlegenheit mit, in welcher er ſich befände. Dieſer bot ihm an, ihn mit Hülfe ſeiner vier Söhne, welche alle Paäͤſſe der Alpen kannten, aus derſelben zu ziehen.
Durch ſie hielt er wirklich das Verſprechen, das er gegeben hatte. Die vier Gebirgsbewohner langten ohne Unfall bei dem Heere von Italien mit der Zufuhr an, die ſie geleitet hatten, und wurden Herrn von Vendome vor⸗ geſtellt, der ſie alle vier bei dem Proviantweſen anſtellte. Von dieſem Augenblicke an ſchritten ſie dem Glücke zu, das ihnen ihr Verſtand übrigens immer in der Ferne ge⸗ zeigt hatte.
Der Zufall wollte, daß ſie außer dem Schutze des Herzogs von Vendôme noch den der Frau Herzogin von Burgund erlangten. Eine der Frauen der Prinzeſſin war krank in dem Wirthshauſe des Gebirges eingekehrt; ſie wurde dort auf das Beſte verpflegt, und als ſie wieder zu ihrer Gebieterin nach Paris gekommen war, erzählte ſie ihr die Pflege, deren Gegenſtand ſie geweſen war. Von
nun an wurde die Frau Herzogin von Burgund gleichfalls
die Beſchützerin der Brüder Paris. Im Jahre 1722 war ihr Glück bereits hinlänglich


