Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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deſſen Vater Ludwig XIV. im Jahre 1660 das Herzog⸗ thum von Bourbon gegen das Herzogthum Albret gegeben hatte.

Seine Mutter war jenes geiſtreiche Fräulein von Nan⸗ tes, Tochter Ludwig XIV. und der Frau von Montespan. Auch ſie hatte den Geiſt der Mortemarts geerbt. Wir ha⸗ ben bereits ein Wort über die zügelloſen Lieder geſagt, wir werden auf ſie und ihre Lieder zurückkommen.

Der Herr Herzog war alſo zu der Zeit, zu welcher

wir gelangt ſind, volle einunddreißig Jahre alt. Er war groß und mager, wie eine Hopfenſtange, ſein Körper war gekrümmt wie ein Buckeliger, er hatte lange und dürre Beine wie ein Storch, hohle Wangen, dicke Lippen und ein ſo außerordentlich ſpitzes Kinn, daß man hätte glauben können, wie die Herzogin, ſeine Mutter, ſagte, daß die Na⸗ tur ihm dieſes Kinn gegeben hätte, damit man ihn daran packe.

Da es nun aber ein Sprichwort gibt, welches ſagt: es genügt, daß man irgendwo ein Uebel hat, damit ein neues hinzukömmt, ſo hatte der Herr Herzog von Bour⸗ bon, der, wie erwähnt, bereits ein großes Uebel im Ge⸗ ſicht hatte, einen neuen Unfall daran erwiſcht.

An einem Wintertage war er von dem Herrn Dau⸗ phin und Herrn von Berry eingeladen worden, ein Treib⸗ jagen mit ihnen anzuſtellen. Es war am Montage, den 30. Januar, es fror ſtark; der Zufall wollte, daß Herr

von Berry ſich an dem einen Ende einer ziemlich langen

und ganz zugefrornen Waſſerpfütze befand, während der Herr Herzog an dem andern Ende ſtand; ein Wild ſprang