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Er eilte zuerſt zu dem Könige, dann zu Herrn von Fréjus, dann endlich zu dem Herzoge von Bourbon, und in der Meinung, daß dieſer Prinz wohl den Titel als Premierminiſter erben könnte, beeilte er ſich, für jeden Fall das Patent dazu nach dem Muſter deſſen des Herrn Herzogs von Orleans aufzuſetzen.
Der Biſchof von Fréjus hätte ſich von nun an des Miniſteriums bemächtigen können, ſeine Freunde riethen es ihm, und vielleicht dachte er einen Augeublick lang daran. Aber Herr von Fréjus war ein Mann der Geduld und des Ehrgeizes, MP*eine ſeltene Vereinigung, welche es ſo ſchwer macht, die Staatsmänner, die ſie beſitzen, zu ſtür⸗ zen. Außerdem wußte er ſich mit der Wirklichkeit der Ge⸗ walt zu begnügen, indem er den andern den Schein davon überließ; wieder etwas ſehr Seltenes. Er glaubte, nicht ſobald das Verlangen an den Tag legen zu dürfen, das er ſpäterhin verwirklichte, und war der Erſte, der ſich für den Herzog von Bourbon erklärte, deſſen gänzliche Un⸗ fähigkeit er kannte. 4
Als der Tod des Herzogs bekannt ward, begaben ſich alle Hofleute zu dem Könige. Der Herr Herzog ging ihnen voraus.
Ludwig XV. war ſehr traurig; an ſeinen rothen und feuchten Augen ſah man, daß er Thränen vergoſſen hatte.
Kaum war die Thür hinter dem Herrn Herzoge und hinter den Hofleuten wieder verſchloſſen, als der Biſchof von Fréjus laut zu dem Könige ſagte, daß er bei dem großen Verluſte, den er an dem Herzoge von Orleans
erlitten, zu deſſen Lobe es nur weniger Worte bedürfe,
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